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Ausstellung vom 11. bis 25. Oktober 2026

Remisengalerie

Bronzeplastiken

Vernissage: Samstag, 10. Oktober 2026, 18 Uhr
Öffnungszeiten: jeweils samstags und sonntags von 14 – 17 Uhr.
Eintritt frei.

Mit freundlicher Unterstützung durch:

Der Bildhauer Erik Neukirchner (*1972) hat in den vergangenen 30 Jahren ein großes und konsequentes Werk geschaffen, in dem sich seine Haltung und sein Bekenntnis zu humanistischen und pazifistischen Grundsätzen in Reflexion zu gegenwartsprägenden Phänomenen dokumentiert.

Seine Bronzeplastiken wie „Ecce homo (Für A.Y.)“; (2012) „Schmerzensmann“; (2017), „Torso & Stahlhelm (Die Betrogenen)“; (2022) oder „Apokalyptischer Tanz I (Venus)“; (2024) stellen Fragen nach christlich tradierter Opferbereitschaft und Heilserwartung ungeschönt neu und sind ebenso unbequeme Kommentare zur Kontinuität von Nationalismen und Demagogie. Ihr zuweilen aufrührerischer Gestus fordert den Dialog heraus.

Der Hanauer Kulturverein zeigt eine Auswahl von Bronzeplastiken aus den vergangenen 20 Jahren, darunter zum ersten Mal außerhalb der Arbeitsgalerie des Künstlers die 2026 geschaffene große Figur „O Deutschland, bleiche Mutter!“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Bertolt Brecht, die in ihrer erschütternden Direktheit historische Erfahrungen, attackiertes, unterdrücktes Wissen und so archetypische wie heutige Sehweisen auf den Zustand unserer rasend zerfallenden Gesellschaft bündelt.

Auch seine Tierplastiken entziehen sich in ihren Gesten immer wieder der Verfügbarkeit durch wohlfeile Begriffe und Moden. Die Ausstellung bietet einen unikaten Blick auf ein überraschendes und anregendes Werk.

Werke von Erik Neukirchner befinden sich in privaten Sammlungen sowie im öffentlichen Raum verschiedener sächsischer Städte. (Gerd Püschel) 

Vita:

1972 geboren in Karl-Marx-Stadt
1973 Abschluß der Berufsausbildung mit Abitur (Maschinenbau)
1993-1994 Zivildienst im Rehabilitationszentrum für Blinde in Chemnitz
1994 Projektinitiative zur Errichtung eines Spielplatzes für blinde Kinder
1994 ff selbstständig als Bildhauer in Chemnitz tätig
1995 Sächsischer Staatspreis für Design (Spielplatz für blinde Kinder)
1997 Beginn einer Gasthörerschaft in der HfbK in Dresden
2000 Fertigstellung zweier keramischer Fassadenfiguren für das Agricola-Gymnasium-Chemnitz
2001 Gründung der Bronzegießerei „Bildguss Chemnitz“
2003 Teilnahme am Marianne-Brandt-Symposium Chemnitz
2005 Aufstellung zweier Figuren im öffentlichen Raum in Chemnitz
2006 Teilnahme am Symposium „Terra Arte“ in Hundisburg
2008 Gestaltung einer Bronzefigur für den Innenraum des Johannes-Kepler-Gymnasium in Chemnitz
2013 Umzug nach Hennersdorf bei Augustusburg
2018 Aufstellung der „Bergmannskuh“ in Oelsnitz (Erzgebirge)
2019 erste Kunstausstellung in der „Alten Schule zu Hennersdorf“
2020 Auflösung der Bronzegießerei „Bildguss Chemnitz“
2023 Fertigstellung eines Erinnerungsortes an den Görlitzer Bürgermeister Ulf Großmann in Görlitz (Gemeinschaftsarbeit mit dem Landschaftsarchitekten Maik Schaufuss; München)

 

Weitere Informationen zum Künstler: www.erikneukirchner.de